1. Terminologie

Im neuen Regelwerk werden folgende neue Begriffe definiert und verwendet:

Co-Trainer (statt bisher: Trainerassistent, Regel 4.1.1),
reguläre Spielunterbrechung (statt bisher: normale Spielunterbrechung, Regel 15),
Fehlverhalten (statt bisher: unkorrektes Verhalten, Unkorrektheit(en), Regel 21),
unangemessenes Verhalten (statt bisher: ungebührliches Verhalten, Regel 21.2.1),
ausfallendes Verhalten (statt bisher: beleidigendes Verhalten, Regel 21.2.2),
Aggression (statt bisher: Tätlichkeit, Regel 21.2.3).
 
2. Libero(s)
Der Libero auf dem Feld ist der aktive Libero. Gibt es einen weiteren Libero, ist er der zweite Libero.
 
Spielt eine Mannschaft mit 2 Liberos, so können diese (wie bisher bereits testweise praktiziert) „frei“ verwendet werden. (Regeln 19.1.3, 19.3.2.2)
Ein unrechtmäßiger Libero-Austausch wird behandelt wie ein unrechtmäßiger Wechsel, d.h.: falls vor dem nächsten Aufschlag bemerkt: Korrektur und Sanktion wegen Verzögerung;
falls nach dem nächsten Aufschlag bemerkt: Konsequenzen wie bei unrechtmäßigem Wechsel. (Regel 19.3.2.9 – neu)
 
Eine Mannschaft darf eine Libero-Neubenennung nur vornehmen, wenn der/die ursprüngliche(n) Libero(s) spielunfähig ist/sind oder für spielunfähig erklärt wird/werden. (Regeln 19.4.2.1, 19.4.3, 19.5)
 
Ein Libero ist spielunfähig, wenn er sich verletzt, erkrankt, hinausgestellt oder disqualifiziert wird. Ein Libero kann durch den Trainer (bei Abwesenheit: durch den Spielkapitän) aus jedem beliebigen Grund (z.B. auch wegen schlechter Leistung) für spielunfähig erklärt werden. (Regeln 19.1.3 und 19.4.1 – neu.)
 
Der/Die durch eine Neubenennung ersetze(n) Libero(s) darf/dürfen am Rest des Spiels nicht mehr teilnehmen. (Regel 19.4.2.2)
 
Befindet sich der einzige (oder einzig verbliebene) Libero auf dem Spielfeld und wird spielunfähig, so kann er entweder durch seinen Austauschspieler oder direkt (auf dem Spielfeld) durch einen neubenannten Libero ersetzt werden. Wird er als spielunfähig erklärt und soll aus diesem Grund ein neuer Libero benannt werden, so ist dies nur möglich, wenn er sich nicht gerade auf dem Spielfeld befindet. (Regel 19.4.2.2)
 
Libero-Neubenennungen sind im Spielberichtsbogen zu vermerken und im Libero-Kontrollbogen (falls verwendet) zu protokollieren. (Regeln 25.2.2.7 und 26.2.2.1)
 
3. Mannschaften
Eine Mannschaft setzt sich aus höchstens 12 Spielern sowie dem Trainerstab (ein Trainer und maximal zwei Co-Trainer) und dem medizinischen Personal (ein Physiotherapeut und ein Arzt) zusammen. Nur Personen, die auf dem Spielberichtsbogen eingetragen sind, dürfen im Normalfall den Wettkampfbereich betreten und am Aufwärmen und am Spiel teilnehmen. (Regel 4.1.1)
 
Die Trikots der Spieler müssen von 1 bis 20 nummeriert sein. (Regel 4.3.3)
 
4. Spieler, die nicht im Spielberichtsbogen eingetragen sind
Wird festgestellt, dass sich ein Spieler auf dem Spielfeld befindet, der nicht in der Mannschaftsliste eingetragen ist, so ist wie folgt zu verfahren: Erzielte Punkte des Gegners bleiben erhalten; Gegner erhält Punkt und Aufschlag; Mannschaft verliert alle Punkte und/oder Sätze (gegebenenfalls 0:25), die sie seit dem Zeitpunkt erzielt hat, zu dem der betreffende Spieler auf das Spielfeld gekommen ist; sie muss ein korrigiertes Aufstellungsblatt abgeben und einen eingetragenen Spieler anstelle des betreffenden Spielers weiterspielen lassen. (Regel 7.3.5.4 – neu)
 
Ein Wechsel mit einem nicht im Spielberichtsbogen eingetragenen Spieler gilt als „unrechtmäßiger Wechsel“. (Regel 15.9.1)
 
5. Ballbehandlung - bis auf weiteres ausgesetzt -
Eine Doppelberührung bei der Annahme des gegnerischen Aufschlags in der Technik des oberen Zuspiels ist ein Fehler. (Regeln 9.2.3.2 und 9.2.4 – neu)
 
6. Sichtblock
Ein Sichtblock wird begangen durch Handlungen, die sowohl den Aufschlagspielers als auch die Flugbahn des Balles verdecken. (Regel 12.5)
 
7. Verwarnungen und Sanktionen
Bei geringfügigem Fehlverhalten erfolgt die vom 1. Schiedsrichter geforderte Vorbeugung vor Sanktionen in zwei Stufen:
  • Stufe 1: durch verbale Verwarnung über den Spielkapitän;
  • Stufe 2: durch Zeigen der GELBEN KARTE an das betreffende Mannschaftsmitglied. Diese formelle Verwarnung ist keine Sanktion, sondern ein Zeichen, dass das Fehlverhalten des Mannschaftsmitglieds (und damit auch das der gesamten Mannschaft) für das Spiel ein Ausmaß erreicht hat, das Sanktionen zur Folge hat. Sie wird im Spielberichtsbogen eingetragen, hat aber keine unmittelbaren Konsequenzen.
(Regel 21.1, Handzeichen 6a)
Sanktionen werden dementsprechend durch die Karten(kombinationen) „rot“, „gelb+rot zusammen“ bzw. „gelb+rot getrennt“ angezeigt. (Regel 21.6, Handzeichen 6b, 7, 8)
Die Handzeichen für Verzögerungs-Sanktionen werden analog angepasst: gelbe/rote Karte (am Handgelenk) für Verwarnung/Bestrafung. (Handzeichen 25)
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