Die FIVB hat die Internationalen Spielregeln 2013 – 2016 für Hallen-Volleyball an einigen Stellen geändert. Im Zuständigkeitsbereich des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), der Volleyball-Bundesliga (VBL) und der Landesverbände gelten diese ab der Saison 2015/16.

Der FIVB-Weltkongress hat die Rückkehr zur "alten" Netzregel für das Jahr 2015 (wahrscheinlich Saison 2015/16) beschlossen. Dann ist wieder jede Netzberührung ein Fehler und nicht nur die Berührunng der Netzoberkante.

  1. Die FIVB und die CEV stellen in der – unveränderten (!) – Auslegung der Regel 8 klar, dass es für die Entscheidung, ob der Ball „in“ (Regel 8.3: Bodenberührung „des Spielfeldes einschließlich der Begrenzungslinien“) oder „aus“ (Regel 8.4.1: Bodenberührung „vollständig außerhalb der Begrenzungslinien“) ist, nur auf den ersten Kontakt mit dem Boden ankommt. Dies entspricht der bisherigen Praxis im Bereich des DVV.
  2. Die FIVB und die CEV stellen in einer – veränderten (!) – Auslegung der Regel 28.1 klar, wie die Handzeichengebung des 2. (Zweiten) Schiedsrichters sein soll. Dem folgend wird auch für den Bereich des DVV folgende Verfahrensweise verbindlich festgelegt:

Erkennt und pfeift der 2. (Zweite) Schiedsrichter einen Fehler (z. B. Eindringen in die gegnerische Spielfeldhälfte unter dem Netz oder Positionsfehler der annehmenden Mannschaft), so zeigt er nach dem Pfiff diesen Fehler an, danach der 1. (Erste) Schiedsrichter auf die Seite der als nächstes aufschlagenden Mannschaft, was danach der 2. (Zweite) Schiedsrichter wiederholt (soweit unverändert).

Erkennt und pfeift der 1. (Erste) Schiedsrichter einen Fehler (z. B. Fehler beim Spielen des Balles oder Positionsfehler der aufschlagenden Mannschaft), so zeigt er nach dem Pfiff auf die Seite der als nächstes aufschlagenden Mannschaft und danach diesen Fehler an (soweit unverändert). Der 2. (Zweite) Schiedsrichter wiederholt diese Handzeichen des 1. (Ersten) Schiedsrichters danach NICHT mehr (kein „Spiegeln“ der Handzeichen).

Die FIVB hat auf ihrem Kongress Mitte September 2012 eine Reihe von Regeländerungen beschlossen. Diese sind in der aktuellen 45. Auflage des Regelheftes berücksichtigt und werden im Spielverkehr des DVV ab der Spielzeit 2013/14 wirksam. In dieser Information werden für den Spielverkehr in Deutschland verbindliche Erläuterungen gegeben. Sie ergänzen somit das gültige Regelwerk. Diese Aufstellung ersetzt die Regelinformationen vom 30.12.2012, vom 12.03.2013, vom 04.06.2013 sowie vom 14.06.2014. 

1. Spieler, der nicht im Spielberichtsbogen eingetragen ist

  1. Wird während des Spiels festgestellt, dass im bisherigen Spielverlauf – eventuell auch nur zeitweise – ein Spieler (nicht der Libero) auf dem Feld mitgespielt hat, der nicht in der Mannschaftsliste des Spielberichtsbogens eingetragen ist, wird wie folgt verfahren:
    • Alle bereits beendeten Sätze, in denen der Spieler – eventuell auch nur zeitweise – auf dem Feld war, werden neu gewertet: Die Mannschaft behält die Punkte, die sie zu dem Zeitpunkt hatte, zu dem der Spieler in dem betreffenden Satz erstmals auf dem Feld stand; der Gegner erhält 25 Punkte (bzw. entsprechend mehr, um den Satz mit 2 Punkten Unterschied gewonnen zu haben).
    • Die Ergebnisse aller bereits beendeten Sätze, in denen der Spieler nicht auf dem Feld war, bleiben unverändert.
    • Falls das Ergebnis dieses Maßnahmen ist, dass der Gegner (mindestens) 3 Sätze gewonnen hat, so ist das Spiel mit den sich durch die Korrektur ergebenden Satzergebnissen (bei 4 gewonnenen Sätzen unter Berücksichtigung nur der ersten 3) beendet. Andernfalls erhält der Gegner im laufenden Satz 1 Punkt und das Aufschlagrecht. War der Spieler auch in diesem Satz auf dem Feld, so werden der Mannschaft außerdem alle Punkte abgezogen, die sie seit dem Zeitpunkt erzielt hat, zu dem das erstmals der Fall war (und gegebenenfalls muss das Aufstellungsblatt für diesen Satz korrigiert werden). Befindet sich der Spieler auch zum Zeitpunkt dieser Korrekturen auf dem Feld, muss er normal ausgewechselt werden. Das Spiel wird mit dem sich gemäß allen Korrekturen insgesamt ergebenden Punktestand fortgesetzt.
  2. Der Fall, dass es sich bei dem nicht eingetragenen Spieler um einen Libero handelt, ist im Regelwerk nicht explizit beschrieben. Der Schiedsrichter hat hier „freie Hand“, der Fall ist aber grundsätzlich ebenso zu behandeln wie der unter Punkt 1a). Das bedeutet, dass insbesondere analoge Ergebniskorrekturen (gegebenenfalls auch in früheren Sätzen) vorgenommen werden müssen, wenn der Libero bereits „vorher“ gespielt hat. Falls bei der Überprüfung des bisherigen Spielverlaufs nicht exakt feststellbar ist, wann der Libero in einem Satz erstmals auf dem Feld war, kann „im Normalfall“ davon ausgegangen werden, dass er „von Anfang“ des Satzes an eingesetzt war, so dass der Mannschaft alle in dem betreffenden Satz erzielten Punkte abzuziehen sind. (Zur Beachtung: Ist der Libero in einer Liberozeile eingetragen und fehlt lediglich in der Mannschaftsliste, so sind keinerlei Maßnahmen zu ergreifen. Der Sachverhalt sollte allerdings nach Spielende im Spielberichtsbogen vermerkt werden.)
  3. Wird erst nach Spielende (vor dem Abschluss des Spielberichtsbogens) festgestellt, dass ein Spieler auf dem Feld steht, der nicht in der Mannschaftsliste des Spielberichtsbogens eingetragen ist, so wird das Spiel (vom Schiedsrichter!) mit 3:0 (25:0, 25:0, 25:0) für den Gegner gewertet.
  4. Unabhängig von den unter a) – c) beschriebenen Maßnahmen gilt: Ein Antrag auf Einwechslung eines nicht eingetragenen Spielers bzw. der „Hinein“-Tausch eines nicht eingetragenen Liberos wird zurückgewiesen/korrigiert und mit einer Sanktion wegen Verzögerung geahndet.

2. Libero, der nicht in einer Liberozeile eingetragen ist.

Wird während des Spiels festgestellt, dass ein Spieler als Libero agiert, der zwar in der Mannschaftsliste, nicht aber in einer der Liberozeilen des Spielberichtsbogens eingetragen ist, wird das Spiel ohne irgendwelche Maßnahmen fortgesetzt. Der Spieler bleibt Libero und kann auch weiterhin als solcher eingesetzt werden. Der Sachverhalt wird nach Spielende im Spielberichtsbogen vermerkt. Letzteres ist auch die einzige Maßnahme, wenn der Sachverhalt erst nach Spielende bemerkt wird.

3. Libero-Neubenennung 

  1. Spielt eine Mannschaft mit 2 Liberos und nimmt eine Libero-Neubenennung (gemäß den Regeln 19.4.2.1, 19.4.3, 19.5) vor, so dürfen anschließend beide bisherigen Liberos nicht mehr am Rest des Spiels teilnehmen, außer im Fall, dass der „erste Libero-Ausfall“ dadurch verursacht ist, dass ein Libero hinausgestellt wurde: Wenn der zweite Libero nach dieser Hinausstellung im selben Satz spielunfähig wird oder für spielunfähig erklärt wird und (ebenfalls im selben Satz) ein Libero neu benannt wird, darf der hinausgestellte Libero ab dem nächsten Satz wieder eingesetzt werden. Der neu benannte Libero behält diese Funktion.
  2. Wenn eine Mannschaft mit einem oder nur noch einem Libero spielt, so kann dieser im Falle einer Verletzung oder Krankheit auch auf dem Feld direkt durch eine Neubenennung ersetzt werden. Soll der Libero für spielunfähig erklärt werden, so muss er zunächst das Feld per LiberoTausch verlassen. Anschließend kann der Trainer ihn für spielunfähig erklären und dann eine Neubenennung vornehmen.

4. Verwarnungen und Sanktionen 

  1. Verwarnungen können verbal oder durch Zeigen der GELBEN KARTE ausgedrückt werden. Eine GELBE KARTE kann auch ohne vorherige verbale Verwarnung gezeigt werden. Verbale Verwarnungen können mehrfach ausgesprochen werden. Eine „letzte Verwarnung“ (mit der Bedeutung: „das nächste geringfügige Fehlverhalten wird mit einer Sanktion geahndet“) kann nur durch das Zeigen der GELBEN KARTE ausgesprochen werden und gilt damit für die gesamte Mannschaft. Eine Mannschaft kann demgemäß im gesamten Spiel höchstens eine GELBE KARTE erhalten.
  2. Hat ein Mannschaftsmitglied eine ROTE KARTE erhalten, ohne dass die Mannschaft vorher eine GELBE KARTE erhalten hat, kann dieses Mannschaftsmitglied im weiteren Spielverlauf nicht mehr (verbal oder durch GELBE KARTE) verwarnt werden, es muss bei weiteren (auch geringfügigen) Fehlverhalten weiter mit Sanktionen belegt werden. Andere Mannschaftsmitglieder können (bei geringfügigem Fehlverhalten) auch noch verbal oder durch Zeigen der GELBEN KARTE verwarnt werden.

5. Zusammensetzung von Mannschaften

Die (neue) Regel 4.1.1 besagt, dass eine Mannschaft höchstens 12 Spieler umfasst. Im Rahmen eines Modellversuchs gilt abweichend hiervon für den gesamten Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesligen in der Spielzeit 2013/14, dass sich eine Mannschaft aus bis zu 14 Spielern zusammensetzen kann. In Mannschaften, die 14 Spieler umfassen, müssen zwei Liberos benannt werden. Mannschaften, die 13 Spieler umfassen, müssen mindestens einen Libero benennen. (DVLLizenzstatut, Punkt 33.1.).

1. Nicht im Spielberichtsbogen eingetragener Libero

In der Regelinformation vom 04.06.2013 ist unter den Punkten 1 und 2 detailliert dargestellt, wie Schiedsrichter zu verfahren haben, wenn Spieler am Spiel teilnehmen, die nicht oder fehlerhaft im Spielberichtsbogen eingetragen sind, unter Punkt 1b) insbesondere in dem Fall, dass ein Libero weder in der Mannschaftsliste noch in einer Liberozeile eingetragen ist. Um mögliche Missverständnisse zu vermeiden, wird dieser Fall hier noch einmal präzisiert:

Der Fall ist grundsätzlich ebenso zu behandeln wie der unter Punkt 1a) in der genannten Regelinformation beschriebene Fall eines nicht in der Mannschaftsliste eingetragenen „normalen“ Spielers. Das bedeutet, dass insbesondere analoge Ergebniskorrekturen (gegebenenfalls auch in früheren Sätzen) vorgenommen werden müssen, wenn der Libero bereits „vorher“ gespielt hat. Falls bei der Überprüfung des bisherigen Spielverlaufs nicht exakt feststellbar ist, wann der Libero in einem Satz erstmals auf dem Feld war, kann „im Normalfall“ davon ausgegangen werden, dass er „von Anfang“ des Satzes an eingesetzt war, so dass der Mannschaft alle in dem betreffenden Satz erzielten Punkte abzuziehen sind.

2. Zusammensetzung von Mannschaften

Die (neue) Regel 4.1.1 besagt, dass eine Mannschaft höchstens 12 Spieler umfasst. Im Rahmen eines Modellversuchs gilt abweichend hiervon für den gesamten Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesligen in der Spielzeit 2013/14, dass sich eine Mannschaft aus bis zu 14 Spielern zusammensetzen kann. In Mannschaften, die 14 Spieler umfassen, müssen zwei Liberos benannt werden. Mannschaften, die 13 Spieler umfassen, müssen mindestens einen Libero benennen. (DVL-Lizenzstatut, Punkt 33.1.)

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